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Rückenschmerzen: Arten, Ursachen und Behandlung

Februar 2019

Man nennt sie die „Schmerzen des Jahrhunderts“, denn Studien zufolge leiden nicht weniger als 80 % der Franzosen aktuell oder im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen. Der Ausdruck „Rückenschmerzen“ bezieht sich auf viele Krankheitsbilder: Hexenschuss, Lumbalgie, Ischialgie, Hernien usw. All diese Dinge haben eines gemeinsam: der Schmerz sitzt in der Wirbelsäule. Deshalb gibt es auch zahlreiche Ursachen für Rückenschmerzen.

Arten von Rückenschmerzen

Es gibt drei Gruppen von Rückenschmerzen: Bei Schmerzen im oberen Rücken, auf Höhe der Halswirbel, spricht man von einer Zervikalgie. Bei Schmerzen im unteren Rücken, auf Höhe der Lendenwirbel, spricht man von einer Lumbago. Bei Schmerzen in der Mitte des Rückens, auf Höhe der Rückenwirbel, spricht man von einer Dorsalgie.

Bei der Zervikalgie handelt es sich um Schmerzen auf Höhe der Halswirbel, die meistens auf eine falsche Haltung oder auf Stress zurückzuführen sind und innerhalb von ein paar Tagen wieder abklingen.

Bei der Lumbago handelt es sich um Schmerzen im unteren Bereich des Rückens, die sich bei der kleinsten Bewegung bemerkbar machen. Eine Lumbago wird meistens durch eine abrupte oder wiederholte Beanspruchung oder durch eine über einen längeren Zeitraum eingenommene Haltung ausgelöst. Dabei handelt es sich um die am häufigsten auftretenden Rückenschmerzen.

Bei der Dorsalgie, mit der wir uns in diesem Abschnitt genauer befassen, handelt es sich um Schmerzen auf Höhe der Rückenwirbel von der Mitte des Rückens bis zum Nacken. Die Brustwirbelsäule stützt den Brustkorb. Da die Wirbel in diesem Bereich weniger beweglich sind als die anderen Wirbel, kann jede „Störung“ in diesem Bereich zu Schmerzen und/oder einem Gefühl der Blockade führen.

Darüber hinaus gibt es noch zwei andere Arten von Schmerzen, die häufig auftreten:

Der Bandscheibenvorfall: Er tritt im Bereich der Bandscheiben auf, die sich zwischen den Wirbeln befinden und der Wirbelsäule ihre Flexibilität verleihen sowie Stöße abfedern. Wenn der Kern einer Bandscheibe den äußeren Ring durchdringt, kann es zu einem Zusammendrücken der Nerven oder des Rückenmarks kommen. Dann spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Die am häufigsten betroffenen Wirbel sind die Lendenwirbel, die im Alltag sehr stark beansprucht werden.

Die Ischialgie: wenn eine Bandscheibe aufgrund eines Bandscheibenvorfalls auf den Ischiasnerv drückt, ist es möglich, dass der Schmerz bis ins Bein ausstrahlt. Dann spricht man von einer Ischialgie oder einer Neuralgie.

Ursachen für Schmerzen in der Mitte des Rückens (Dorsalgie)

Schmerzen in der Mitte des Rückens können unterschiedliche Ursachen haben. Meistens sind sie auf einen Sturz, eine abrupte Bewegung oder eine wiederholt falsche Haltung zurückzuführen. In den meisten Fällen entstehen Rückenschmerzen allmählich. Ihre Ursachen lassen sich folgendermaßen klassifizieren:

  • Mechanische Ursachen: Wenn man zu lange in derselben Position bleibt
  • Traumatische Ursachen: Als Folge eines Unfalls, Sturzes oder harten Schlags
  • Rheumatologische Ursachen: Meistens ab einem Alter von 60 Jahren
  • Degenerative Ursachen: Störungen aufgrund des Alterungsprozesses oder aufgrund von Bewegungsmangel
  • Physiologische Ursachen: eine Schwangerschaft, Menstruationsbeschwerden oder die Menopause können zu Rückenschmerzen (Dorsalgie) führen
  • Schließlich ist es auch möglich, dass Rückenschmerzen aufgrund von Stress und Angst entstehen, da hierdurch Spannungen in den Rückenmuskeln entstehen

Allerdings können Schmerzen in der Mitte des Rückens auch auf eine Ursache hindeuten, die das Herz, die Lunge oder die Organe betreffen. Oder es ist möglich, dass eine Art Skoliose zugrunde liegt. Deshalb ist es wichtig, bei anhaltenden Rückenschmerzen einen Arzt zu konsultieren.

Behandlung der Dorsalgie: Behandlungsoptionen und Vorbeugung

Behandlung von Rückenschmerzen

Wenn die Rückenschmerzen nicht eindeutig klassifiziert werden können, beruht die Behandlung auf der Einnahme von Schmerzmitteln und Kraft- und Lockerungsübungen. In den anderen Fällen müssen Rückenschmerzen im Hinblick auf ihre Ursache behandelt werden. Wenn der Schmerz beispielsweise auf ein Problem der Skelettmuskulatur zurückzuführen ist, können Osteopathie, Physiotherapie oder Massagen in Betracht gezogen werden. Wenn die Rückenschmerzen auf Stress zurückzuführen sind, können einfache Atem- oder Entspannungsübungen für eine Linderung sorgen. Wenn der Schmerz weiter anhält und chronisch wird, kann der Arzt Schmerzmittel (und in gewissen Fällen Injektionen) verordnen. In seltenen Fällen ist möglicherweise ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Des Weiteren gibt es gewisse Behandlungsmethoden, die ohne die Verordnung von Arzneimitteln zu einer Verringerung und Linderung von Rückenschmerzen führen. Dies gilt insbesondere für die Schmerztherapiegeräte von OMRON: Durch die Kombination aus schmerzstillender Wärme und transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS) sorgen diese Geräte für eine wirksame Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen.

Vorbeugung von Rückenschmerzen: Lebensweise und Übungen

Wenn es sich um harmlose Rückenschmerzen handelt, können diese durch kleine Änderungen der Lebensweise und einfache Übungen verhindert und gelindert werden.

Die Vermeidung längerer Inaktivität und eine gewisse Aktivität sind entscheidend: Schwimmen wird ausdrücklich für den Rücken empfohlen, aber auch Sportarten wie Gymnastik, Yoga oder Pilates mit Dehn- und Streckübungen sind sehr gut für den Rücken. Eine Stärkung der Rückenmuskulatur ist im Kampf gegen Rückenschmerzen extrem wichtig: Führen Sie bevorzugt Übungen zur Stärkung des oberen Rückens aus (beispielsweise Liegestütze) und lockern Sie Ihre Wirbelsäule mithilfe von Übungen wie beispielsweise „runder Rücken/Hohlkreuz auf allen Vieren“.

Gleichzeitig ist es wichtig, im Alltag eine gute Haltung einzunehmen: Beugen Sie in die Knie und halten Sie den Rücken gerade, wenn Sie etwas vom Boden aufheben. Achten Sie bei der Arbeit auf eine korrekte Haltung und vergessen Sie nicht, sich regelmäßig zu bewegen.


Quellenangaben:

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